Definition
Eine Gehaltsuntergrenze (auch Mindestgehalt genannt) ist eine durch einwanderungsrechtliche Vorschriften festgelegte Mindestentlohnung, die ein Stellenangebot erfüllen muss, damit der Antragsteller für eine bestimmte Arbeitserlaubniskategorie berechtigt ist. Gehaltsschwellen dienen als Näherungswert für das Qualifikationsniveau und sollen sicherstellen, dass einreisende Arbeitnehmer die einheimischen Lohnstandards nicht unterbieten. Die Schwelle wird in der Regel als Bruttojahresgehalt ausgedrückt und häufig am nationalen Medianlohn oder an einem branchenspezifischen Referenzgehalt ausgerichtet. Beispielsweise verlangt die Blaue Karte EU in den meisten Mitgliedstaaten ein Gehalt von mindestens dem 1,0-fachen des nationalen durchschnittlichen Bruttojahresgehalts (bzw. dem 0,8-fachen für Mangelberufe). Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) legt für verschiedene Aufenthaltserlaubnisarten spezifische Schwellenwerte fest. Die Schwellenwerte werden regelmäßig aktualisiert und variieren erheblich zwischen Ländern und Erlaubniskategorien.
Official name
Salary Threshold
Related terms
Arbeitserlaubnis
Work Permit
Eine offizielle Genehmigung, die einem Ausländer erlaubt, in einem Land eine bezahlte Beschäftigung aufzunehmen; sie kann als eigenständiges Dokument oder als kombinierter Aufenthalts- und Arbeitserlaubnistitel ausgestellt werden.
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Arbeitsmarktprüfung
Labour Market Test
Eine Anforderung, bei der ein Arbeitgeber nachweisen muss, dass kein geeigneter inländischer oder EWR-Kandidat für eine Stelle verfügbar ist, bevor er einen Arbeitnehmer von außerhalb des EWR einstellen darf.
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